In Wiener Neustadt wurden am 24.7.2010 an 11 verschiedenen Stellen insgesamt 21 Stolpersteine verlegt. Am 4. und 5. Juli 2011 kamen weitere 32 Steine dazu. Ein beschädigter Stein wurde ausgetauscht.

Buch01 Im November 2011 erschien ein Buch über die Wiener Neustädter Stolpersteine. Es wurde im Rahmen eines Festakts präsentiert, zu dem auch Angehörige der Opfer eingeladen wurden. Das Buch „Stolpersteine Wiener Neustadt – Stadführer des Erinnerns ist im Verein Alltag Verlag erschienen und inzwischen vergriffen.

Weitere Verlegungen:

26. 03. 2012   6 Steine
22. 04. 2013   23 Steine, 1 ausgetauscht
05. 07. 2014   18 Steine, 7 ausgetauscht
10. 07. 2015    9 Steine
07. 08. 2018   2 Steine, 2 ausgetauscht

Insgesamt wurden bisher in Wiener Neustadt für Opfer des Nationalsozialismus 111 Steine an 54  Stellen verlegt.

Aktuelles:

Nachdem die erste Ausgabe des „Stadtführers des Erinnerns“ ausverkauft ist, wird derzeit an einer zweiten Auflage gearbeitet. Sie wird voraussichtlich im September 2019 erscheinen und die Schicksale sämtlicher Stolpersteinopfer enthalten.

Sie wird auch Informationen zu den Orten des Geschehens – Ghettos, Konzentrationslager, Tötungsstätten, Mordaktionen – bringen.

Stolpersteine sind auch ein Thema in der NÖ Landesausstellung „Welt in Bewegung“ 2019 in Wiener Neustadt
(vom 30.03. bis 10.11.2019).

Neben Duplikaten der beiden Stolpersteine für Arnold und Bella Lemberger  (verlegt in der Herzog Leopld-Straße 3), ergänzt mit Bildern und Informationen zu ihrem Schicksal, finden sich daneben auch vier beeindruckende Grafiken. Sie zeigen Fluchtrouten und Deportationswege von Juden und Jüdinnen aus Wiener Neustadt, Transportrouten für politische Opfer, Roma und Sinti und „Euthanasie“-Opfer aus Wiener Neustadt. Daneben sind Routen von Fremdarbeitern dargestellt, die nach Wiener Neustadt verschleppt wurden und hier Zwangsarbeit leisten mussten.

Weitere Stolpersteine?
Nachdem einige Familienangehörige von Stolpersteinopfern gefunden wurden, deren Schicksal bisher unbekannt war und nun geklärt ist, sollen auch für sie Steine verlegt und sie somit mit ihren Familien vereint werden. Zusätzlich gibt es einige Opfer, die in der Nähe der jetzigen Erinnerungswege gewohnt hatten. Für einige von ihnen sollen in den nächsten Jahren Steine verlegt und über ihre Schicksale berichtet werden.

Beschädigungen:

Außer Beschädigungen einzelner Steine durch Schneepflüge gab es keine weiteren Fälle.