Czipek Alois

Zillingdorf-Bergwerk, Hauptstraße 2 / Kindergarten (verlegt 2025)

Alois Czipek

Aufbau einer Widerstandsgruppe

Alois Czipek wurde am 8.9.1914 in Meerbeck, Deutschland geboren. Er wuchs in Zillingdorf Bergwerk Nr. 503 auf.

Bereits mit 19 Jahren war der Schweißergehilfe Mitglied der KPÖ. Ab 1940 unterstützte er die kommunistische Widerstandsbewegung im Raxwerk sowie in den Flugzeugwerken Wiener Neustadt. Alois Czipek baute eine Widerstandsgruppe auf, deren Tätigkeiten von Wiener Neustadt bis ins Burgenland reichten. Er sammelte Beiträge, um Angehörige von inhaftierten Kommunisten zu unterstützen. Er verfasste und verbreitete Flugzettel, die gegen die Naziherrschaft aufforderten. Ende 1941 und Anfang 1942 brachte er auf Straßen und Häusern in Ebenfurth Beschriftungen an, die zum Widerstand gegen den Hitler-Krieg aufriefen.

Am 9.11.1942 wurde er von der Gestapo Wiener Neustadt verhaftet und am 2.6.1943 gemeinsam mit seinen Mitstreitern Josef Blazek, Franz Winkelmann, Karl Bauer und Gustav Trimmel wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt.

Während Karl Bauer und Gustav Trimmel im November 1943 zu langjährigen Gefängnisstrafen begnadigt werden konnten, wurde Alois Czipek am 8. Oktober 1943 gemeinsam mit Franz Winkelmann und Josef Blazek im Wiener Landesgericht hingerichtet. Die Grabstellen befinden sich in der Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof in der Nationalgedenkstätte der Widerstandskämpfer gegen das SS-Regime.

Gabriele Schlief

(Quellen: Flanner Karl, „Freiheitskampf“, Dokumentationsarchiv des österr. Widerstandes, Wien Akt. Nr. 4426)